Medizinische Versorgung auf dem Prüfstand

Der Faktencheck Gesundheit liefert Daten und Fakten zum Gesundheitswesen, denn gut informiert können Patienten bessere Entscheidungen treffen.

Faktencheck Rückenschmerzen

Mehr reden statt röntgen

Wenn der Rücken schmerzt, reagieren Patienten und Ärzte häufig übertrieben. Betroffene erwarten oft schnell eine Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahme. Behandelnde Ärzte rücken die überzogenen Hoffnungen ihrer Patienten oft nicht zurecht.

Interaktive Karten

Anzahl von Arztbesuchen variiert regional

Wer mit Rückenschmerzen wie häufig zum Arzt geht, variiert regional. So suchen beispielsweise Betroffene in Berlin oder Bayern häufiger den Arzt auf als in Hamburg, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Auf Kreisebene gibt es teils erhebliche Unterschiede: In manchen Kreisen bzw. Städten gibt es mehr als doppelt so viele Behandlungsfälle, als in anderen. Häufungen finden sich z.B. in Bayern (orange eingefärbt).

Psychotherapeut und Patientin

Psychotherapeuten

Praxen nicht bedarfsgerecht verteilt

Obwohl in den Städten nur ein Viertel der Bevölkerung lebt, finden sich dort die Hälfte aller Psychotherapeutensitze. Unsere Studie zeigt, wie eine bedarfsgerechtere Verteilung erreicht werden kann. weiterlesen


Unsere Faktenchecks

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Faktencheck Depression

75 Prozent der Patienten mit schweren Depressionen werden unzureichend behandelt.

Faktencheck Ärztedichte

Die neue Bedarfsplanung ändert kaum etwas an der ungleichen Verteilung der Facharztsitze.

Regionale Unterschiede

8-mal

wahrscheinlicher ist es, dass Kindern aus dem Kreis Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) die Gaumenmandeln entfernt werden als Kindern aus Sonneberg (Thüringen). Regionale Unterschiede in der OP-Häufigkeit können auf Defizite in der medizinischen Versorgung hinweisen. 

Faktencheck Knieoperation

Menschen in wohlhabenderen Regionen erhalten häufiger ein neues Kniegelenk.


  • Professor Bernt-Peter Robra

    Experten und Partner

    Prof. Dr. med Bernt-Peter Robra

    Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie 

    Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

  • Professor Thomas Mansky

    Experten und Partner

    Prof. Dr. med. Thomas Mansky

    Leiter des Fachbereichs Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

    Technische Universität Berlin

  • Professor Martin Härter

    Experten und Partner

    Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Härter

    Direktor des Instituts und der Poliklinik für Medizinische Psychologie

    Institut für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 

  • Professor Lukas Radbruch

    Experten und Partner

    Prof. Dr. Lukas Radbruch

    Direktor Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Bonn

    Leiter Zentrum Palliativmedizin, Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg

  • Professor David Klemperer

    Experten und Partner

    Prof. Dr. med. David Klemperer

    Hochschullehrer für  Sozialmedizin und Public Health

    Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

  • Dr. Martin Albrecht

    Experten und Partner

    Dr. Martin Albrecht

    Geschäftsführer und Bereichsleiter Gesundheitspolitik

    IGES Institut, Berlin

Kompass in einer Hand liegend symbolisiert Entscheidungshilfe

NEU: "Weisse Liste" bietet Entscheidungshilfen

Ob Bronchitis, Knieschmerzen oder Schlafstörungen – bei vielen Erkrankungen gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten. Aber welche ist die individuell Richtige? Die Weisse Liste hilft Patienten, die persönlich beste Wahl zu treffen: Insgesamt 27 Entscheidungshilfen zu Untersuchungen und Behandlungen stellen Nutzen und Risiken gegenüber.